Igelrettung



Igelrettung
© Heidrun Gemähling

 
Es formte sich ein Igel
zu einem Stachelrund,
das sah die kleine Katze
und auch der große Hund.

Kätzchen schlich sich näher,
der Hund tat es ihm gleich,
beide sahn ihn rollen,
den Igel in den Teich.

Dieser schwamm vergnüglich
zu einem Entennest,
deutlich wurd’s Gezeter,
dem Igel blieb ein Rest
von Stacheln, die trieben
alleine hin zum Wehr,
auch der nackte Igel,
Hund und Katze hinterher,
wild durch hohe Gräser,
der Hund sprang helfend rein,
schnappte sich das Wesen,
das war nun zart und fein,
paddelte ans Ufer,
Katze miaute laut,
alle war’n sich einig,
Tierliebe doch hinhaut.

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Tierische Eifersucht



Tierische Eifersucht
© Heidrun Gemähling

 
Kater Leo liebte den Stier,
beleckte ihn von drei bis vier
jeden Montag hinten im Stall,
nur zur Nachtzeit auf jeden Fall,
denn am Tage sah es die Kuh,
schielte zum Stier Fred immerzu,
dieser hatte von Anbeginn
mit der Kuh Liese nichts im Sinn,
hatte doch stets sein Vergnügen
wöchentlich am Rücken liegen.

Luise kränkte das so sehr,
brüllte die ganze Nacht umher,
bis die Bäuerin kam und sah,
was das Problem im Stalle war,

der Kater leckte gerade das Ohr,
als er den Halt vor Schreck verlor,
durch’s Licht der hellen Laterne,
entfloh panisch in die Ferne,
kam zum Stier auch nie mehr zurück,
der Kuh Liese ihr großes Glück.

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Katzenliebelei



Katzenliebelei
© Heidrun Gemähling

 
Schnee fällt sacht hernieder,
bedeckt Wald, Feld und Flur,
man sieht in der Frühe
der schwarzen Katze Spur.

Schleicht entlang des Feldes,
kommt so wieder zurück,
kriecht auf ihr lieb’ Plätzchen,
leckt sich dann, macht sich schick.

Denn jeden Morgen kommt
die bunte Katz’ vorbei,
wartet auf die Schwarze
zur Katzenliebelei.

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Katzenkummer



Katzenkummer
© Heidrun Gemähling

 
Es stand eine Katze
mit erhob’ner Tatze
unbeweglich und stumm
seit Zeiten so herum,
am Eingang des Gartens,
der Familie Martens.

Der Schmusekater „Klaus“
schlich abends um das Haus,
schrie zum Herzerbarmen
nach der Katze Carmen,
die nur lieblich starrte,
immer gleich verharrte,
drum er sie begehrte,
sie sich auch nie wehrte,
wenn er sie beleckte,
sich voll Liebe streckte,
doch am frühen Morgen,
war er voller Sorgen,
denn die süße Katze
hielt weiter ihre Tatze
ihm traulich entgegen,
wurde fast verlegen,

und sah nun endlich ein,
diese wird niemals mein.

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